Archiv | Oktober, 2010

Mein Seminarangebot im Herbst/Winter 11/12

17 Okt

Anbei finden Sie meine offenen Termine im Winter/Frühjahr 2011.

Meine Termine finden meist in München statt:

  • Politisches Frühstück (Adresse s. unten):
    Von gelungener und misslungener Integration
    Deutschland braucht eine produktive Einwanderung zur Wohlstandsbewahrung, weil unsere Gesellschaft dramatisch altert. Dennoch funktionieren die Integrationsbemühungen im Lande nicht.
    Was sind Beispiele für gelungene und für misslungene Integration?
    Wie können und dürfen wir darüber reden?
    Und welche Veränderungen der bestehenden Integrationspolitik sind sinnvoll?
     Termin: 08.06.2011, 10 Uhr
  • Buchenrieder Woche: Workshop — Journalistisches Schreiben und eigene Inhalt im Netz
    vertreten + 1.6. bis 5.6.2011 + Beginn: mi 18.00 Uhr + Ende: so 14.00 Uhr

    Aus Medienkonsumenten wurden im Internet Medienproduzenten. Was unterscheidet die
    klassischen Medien von den Neuen Medien? Wie steht mit dem Wahrheitsgehalt im Internets, wie können wir unsere Anliegen und Themen vertreten? Über solche Fragen sprechen wir nicht nur, sondern üben auch journalistisches Schreiben.
    TT 2034 — Wochenendseminar Haus Buchenried
    Dr. Christoph Rohde + Leoni am Starnberger See + Euro 280.– einschließlich Unterkunft und
    Verpflegung + Einzelzimmer Euro 330.– + T
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  • 12.04.2011 von 19:00 Uhr – 20:30 Uhr. Ort: DGB Haus. Politik als Machtkampf – Geht es auch anders? Die Politik in Deutschland leidet unter der Krankheit der Politikverdrossenheit. Zu weit gehen politische Versprechungen und konkretes Handeln auseinander – partei- und lagerübergreifend. Bereits Niccolo Machiavelli hatte in seinem Fürstenspiegel „Il Principe“ den Herrschern geraten, den Nutzen des Selbsterhaltes in den Vordergrund der politischen Strategie zu stellen. Notfalls auch auf Kosten des Gemeinwohls. Basierend auf klassischen Modellen vom Wähler als Nutzenmaximierer (Schumpeter, Downs) wird nach den Bedingungen gefragt, unter denen basisdemokratische Modelle eine sinnvolle Ergänzung der repräsentativen Demokratie in einer immer komplexeren Gesellschaft werden können.
  • 23.03.2011 von 19:00 Uhr – 20:30 Uhr. Ort: DGB Haus. Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft Wie weg von der Krisenökonomie? Krisen gab es in der Wirtschaftsgeschichte immer wieder. Doch die Intensität dieser steigt in einer immer kapitalintensiveren Ökonomie stetig an. Der Reformbedarf einer rein wachstumsorientierten Weltökonomie ist unübersehbar, scheitert aber an den Interessen mächtiger Akteure. Basierend auf der Wirtschaftstheorie Nouriel Roubinis werden realistische Wege diskutiert, die eine schrittweise Reform der globalen Ökonomie ermöglichen sollen.
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  • Vortrag an der Universität Trier „Hans Morgenthau – sein Leben, Wirken und Werk“ – 06.12.2010, 18.00 Uhr Nähere Info hier
  • Vorlesung Der Politische Realismus in Tradition und Gegenwart an der Hochschule für Politik München http://www.hfp.mhn.de/ ab November. Beginn 4. November 2010, 19.15 Uhr Thema 1: Eine Übersicht. Vom traditionellen über den Klassischen, Strukturellen und Synoptischen Realismus hin zum Neoklassischen Realismus – eine Übergangsskizze
  • Thema 2: Methodologie: Zwischen Erklären und Verstehen in der Sozialwissenschaft 11.11.10
  • Hans Morgenthau – Lebenslauf und Studienzeit – Ableitungen für seinen späteren politischen Realismus 18.11.10
  • VWL in Rosenheim Studium Generale in Rosenheim am 20.1.11, 27.01.11, 03.02.11 – Thema Volkswirtschaft
  • Politisches Frühstück am 19.01.10 Uhr: Wirtschaft und Gesellschaft – wie funktioniert unsere Volkswirtschaft?
    In diesem politischen Frühstück werden wir uns die Frage stellen,
    wie ein aktiver, zukunftsorientierter Arbeitsmarkt aussehen kann und soll.
    Welchen Einfluss haben Unternehmer, Staat und Arbeitnehmer auf eine gesunde Wirtschaftspolitik?
    Wo liegen Gefahren und Beschränkungen? EBW-Info
  • Meine geschlossenen Seminare finden Sie unter http://www.mvhs.de/3.1/mvhs.de/index.php?StoryID=7414
  • Respekt in Zeiten der Ungleichheit – In Deutschland gibt es einen heftigen Konflikt um Fragen der Verteilungs- und Leistungsgerechtigkeit. Dabei sind weder Bedingungen für eine Leistungsgerechtigkeit klar formuliert, noch liegen begründete Parameter zur Herstellung von Verteilungsgerechtigkeit vor.
    Auf Grundlage des Werkes von Richard Sennett „Respekt in den Zeiten der Ungleichheit“ wird gezeigt, dass die Diskussion über einfache Dichotomien hinaus gehen muss, um zu nachhaltigen gesellschaftspolitischen Konzepten und Lösungen zu kommen. Operationalisiert werden Sennetts Überlegungen an Hand der sich bedingenden Konzepte eines Grundeinkommens und des Mindestlohns. Termin: Dienstag, 16.11.2010 von 19:00 Uhr – 20:30 Uhr. DGB Bildungswerk Bayern, Schwanthalerstr. 64.
  • Politisches Frühstück. Evangelisches Bildungswerk, Herzog-Wilhelm-Str. 24, München, Nähe Sendlinger Tor. Thema „Deutsche Amtskirche in der Krise?“ 15.04.2010, 10:00-12:30 Uhr.
  • 20. Mai 2010, 19 Uhr: Vortrag Die Renaissance der Religion. Nicht erst seit Beginn der Bankenkrise werden die Moderne im Allgemeinen und der Kapitalismus als rationalistischeWeltanschauungen global in Frage gestellt. Alternative Sinnsysteme im Wettbewerb zu einer rein ökonomischen Welterfahren eine Renaissance, besonders die Religion und ihre gemeinschaftsbildenden Elemente. Religiöse Differenzenführen in zahlreichen Weltteilen aber auch zu zunehmenden Konfliktintensitäten. Ort: Evangelisches Bildungwerk Bayern, Adresse s. u.  http://www.ebw-muenchen.de/index.php?id=347
  • New Orleans: Vortrag: Die Renaissance der Religion in den internationalen Beziehungen. 17. Februar 2010, 4:30 PM Hilton Hotel, New Orleans
  • 10.02.10., 10 Uhr: Politisches Frühstück. Evangelisches Bildungswerk, Herzog-Wilhelm-Str. 24, München, Nähe Sendlinger Tor. Thema „Mediokratie und Demokratie“ http://www.ebw-muenchen.de/index.php?id=323
  • 6.10. Gerechtigkeit im Jahr 2050 – Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstr. 64: C252-09/3, Termin: Di., 06.10.2009 DGB Haus, Raum T.0.06
    Gesellschaftliche Gerechtigkeit 2050 – Gleichheit von was?
    Ein Plädoyer für den Ansatz von Richard Sennett
    Wie sieht eine gerechte Ordnung im Jahr 2050 aus? Auf welchen Pfeilern könnte sie aus heutiger Perspektive beruhen? Richard Sennett gibt uns in seinem Werk Respekt in den Zeiten der Ungleichheit einige Hinweise dazu. Da Prozesse zunehmender sozialer Ungerechtigkeit und Ungleichheit in der globalisierten Welt grenzüberschreitenden Charakter tragen, müssen ordnungspolitische Lösungen genauso globale Prinzipien enthalten wie sie in regionalen und lokalen Bezügen konkretisiert werden müssen. Kann Otfried Höffes Vision einer planetarischen Demokratie gerechtigkeitstheoretisch und -praktisch nachvollzogen werden? Darüber wird mit Blick auf Problemlagen vor Ort diskutiert.
  • Politisches Frühstück: Dienstag, 10.11., 9.30-12.00 Uhr. Evangelisches Bildungswerk, Herzog-Wilhelm-Str. 24, München, Nähe Sendlinger Tor. Thema: Der Einfluss der Wirtschaftskrise auf den Ausgang der Bundestagswahl sowie strukturelle Veränderungen des Parteiensystems.
  • 10.11. Das bedingungslose Grundeinkommen – Gewerkschaftshaus, Schwanthalerstr. 64, 19:00 Uhr.  http://www.dgb-bildungswerk-bayern.de/muenchen/Erwerbsarbeit.pdf 80336 München.
  • Seminar zur Bankenkrise – 19.-21. Februar 2010: Seminar zur Bankenkrise, Haus Buchenried, Berg am Starnberger See: Die Finanzmarktkrise als Katalysator für Reformen?

Mein aktualisiertes Seminarangebot

15 Okt

Folgende Seminare halte ich bei verschiedenen Trägern und bin auch für weitere Verpflichtungen auf Honorarbasis zu haben:

1. Internationale Politische Ökonomie
Das folgende Seminar gibt einen Überblick über die Funktionsweisen der globalen Ökonomie unter der Berücksichtigung nationaler Wirtschaftsinteressen. Neben einer Einführung in gängige Wirtschaftstheorien von Adam Smith, David Ricardo, John Maynard Keynes und Paul Krugman werden auch die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft (Ludwig Erhard, Müller-Armack) diskutiert.
Darauf basierend wird die Entstehung und Entwicklung zentraler globaler Wirtschaftsinstitutionen (Welthandelsorganisation, Internationaler Währungsfonds, Weltbank) besprochen sowie die Rolle wichtiger Notenbanken (FED, EZB) unter die Lupe genommen. Welche Rolle spielt Geld- und Währungspolitik? Unter welchen Bedingungen tritt eine Inflation oder Deflation auf?
Abschließend wird der Strukturwandel der Weltwirtschaft unter Globalisierungsbedingungen diskutiert. Wie kann der Weg von der Industrie- in die Wissensgesellschaft wohlfahrtssteigernd gestaltet werden? Und welche gesellschaftlichen Folgen sind zu erwarten?

Literatur:
• Roubini, Nouriel; Mihm, Stephen: Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft,
Campus Verlag, Frankfurt/Main 2010
• Eichhorn, Wolfgang/Solte, Dirk: Das Kartenhaus Weltfinanzsystem – Rückblick – Analyse – Ausblick. S. Fischer Verlag , Frankfurt am Main, 2009
• Hans-Werner Sinn: Kasino-Kapitalismus – Wie es zur Finanzkrise kam und was jetzt zu tun ist. Econ Verlag, Berlin 2009.
• Paul Krugman: Die neue Weltwirtschaftskrise. Campus Verlag.
• Altmiks, Peter (Hg.): “Im Schatten der Krise” Olzog Verlag, München, 2010
• Michael von Prollius: Die Pervertierung der Marktwirtschaft: Der Weg in die Staatswirtschaft und zurück zur Sozialen Marktwirtschaft. Olzog Verlag München 2009
• Kai A. Konrad: Schulden ohne Sühne: Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft. Beck Verlag 2010.

2. Die Renaissance der Religion in der Weltpolitik
Nach dem Ende des Kalten Krieges gingen manche vom friedlichen „Ende der Geschichte“ aus, Samuel Huntington hingegen prognostizierte einen „Kampf der Kulturen“. Und in der Tat: Die Religion spielt weltweit in der Globalisierung wieder eine größere Rolle. Was sind die Ursachen für diese religiöse Renaissance? Ist sie authentisch oder wird Religion nur politisch missbraucht? An Hand der Konfliktlinien Christentum – Islam, Hinduismus-Islam sowie der Phänomene Terrorismus und Fundamentalismus werden Entwicklungen analysiert und Lösungsansätze angedacht. Dabei spielt das Verhältnis des säkularen Staates zu religiösen Gemeinschaften eine federführende Rolle.

Literatur:
• Mark Juergensmeyer. Globale Rebellion. Frankfurt/M. 2009.
• Samuel Huntington: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Goldmann, München 1998
• Gazi Çağlar: Der Mythos vom Krieg der Zivilisationen. Der Westen gegen den Rest der Welt; eine Replik auf Samuel P. Huntingtons „Kampf der Kulturen“. Unrast, Münster 2002
• Martin Riesebrodt: Rückkehr der Religionen? Zwischen Fundamentalismus und „Kampf der Kulturen“. Beck, München 2000.

3. Gefahren der Weltpolitik

Die USA sind nicht mehr die unangefochtene Weltmacht. Andere Staaten wie China und Russland sowie die Europäische Union als Akteur fordern einen Großmachtstatus ein. Kommt es dadurch zu einer neuen Ära von zwischenstaatlichen Kriegen? Oder erleben wir das Zeitalter einer Kollektivherrschaft großer Mächte im Kampf gegen globale Unordnung, die sich in der Bankenkrise, ökologischen Problemlagen, sozialer Ungerechtigkeit sowie terroristischen Bedrohungen äußert? Dieser Frage wird im Rahmen dieses Kurses mit Hilfe von Text- und Bildmaterial nachgegangen.
Literatur:
Werner Link: Die Neuordnung der Weltpolitik. Köln 2003. Mir A. Ferdowsi. Weltpolitik im 21. Jahrhundert. München 2009.

4. Medien und Manipulation

Medien bestimmen, worüber wir reden, nicht aber, wie wir über Dinge denken. Dies ist die Aussage der berühmten Agenda-Setting-Theorie der Kommunikationswissenschaft. Wie aber ist es wirklich? Bei der zunehmenden Informationsflut im Internet, im TV und Radio sind wir scheinbar schutzlos den Interpretationen der Medien ausgesetzt. Oder doch nicht? Das Seminar beleuchtet Gefahren, aber auch Chancen der Neuen Medien und der Kommunikationsrevolution unter Berücksichtigung von Beispielen wie der „Affäre Sarazzin“ und weiteren Kommunikationsphänomenen.

5. Globalisierung und Gerechtigkeit

Was sind Wege zur Sicherung einer halbwegs gerechten Gesellschaft in den Zeiten der Globalisierung? Es sind die Pfeiler Demokratisierung der innerstaatlichen wie internationalen Gesellschaft, Sicherung des öffentlichen Raumes, Berücksichtigung der individuellen Würde im Falle unterschiedlicher Lebensumstände, erweiterte Bereitstellung öffentlicher Güter sowie der Aufwertung zivilbürgerlichen Engagements bei gleichzeitiger Relativierung des Lebenserfolgs exklusiv durch ein „erfolgreiches“ Erwerbsleben. Da eine materielle Gleichverteilung nicht realistisch und – wie wir sehen werden – auch gar nicht wünschbar ist, ist eine „Entmaterialisierung“ der Gesellschaft bei gleichzeitiger Sicherung von materiellen Mindestanforderungen. Was können wir vor Ort dazu beitragen, dass diese Dinge in der Praxis verwirklicht werden können?

6. Die Gesellschaft und der Tod

Die zunehmende Alterung der Gesellschaft lässt uns den Tod wieder als Teil des Lebens wahrnehmen. Die Reform von Pflegeversicherung und das Thema Patientenverfügung tun ihr Übriges, dass das Thema Sterben vom lange vorhandenen gesellschaftlichen Tabu befreit wird. Wie haben andere Gesellschaften das Thema Sterben betrachtet? Wie können wir uns mit dem Sterben von Angehörigen und dem künftigen eigenen Schicksal arrangieren? Fragen von Glauben, Philosophie und eigener Biographie in ihrer gegenseitigen Bedingtheit werden durchexerziert.