Meine Veranstaltungen im Herbst/Winter 2012-13

16 Jul

Die Themen meiner Veranstaltungen in der Erwachsenenbildung umfassen in diesem Semester:

  • Wochenend-Veranstaltung zur gesellschaftlichen Vertrauenskrise in Haus Buchenried vom 19.-21. Oktober
  • Einzelvorträge zum Thema Islam und Christentum bei der VHS Haar im November
  • Vortragsserie zum Thema Große deutsche Unternehmerpersönlichkeiten bei der VHS Rosenheim
  • Politische Frühstücke beim Evangelischen Bildungswerk Bayern ab dem 19. September, 10:00 Uhr
  • Vorträge bei MVHS zum Thema Eurokrise (geschlossen)
  • Vorlesung an der Hochschule für Politik mit dem Thema Die US-Außenpolitik am Beispiel großer amerikanischer Doktrinen

Buchprojekt: Die Furcht vor der Wahrheit – warum Tugend nicht durch Verbote entsteht

22 Mai

Zahlreiche meiner Kursbesucher haben mir in etwa gesagt: Herr Dr. Rohde, die Dinge, die sie sagen, denke ich auch, aber ich traue mich nicht, sie zu äußern. Denn bestimmte Dinge über Geschichte, Islam oder soziale Probleme darf ich doch gar nicht sagen. Sie hingegen bringen brisante Themen in einem weiten Kontext, ohne vorurteilsbehaftet, nationalistisch oder zynisch zu sein. Wir haben uns immer geschämt, bestimmte Dinge zu sagen und sind auch dazu erzogen worden, vorsichtig zu sein.

 

Es ist ein Bedürfnis für viele Menschen, sich von der Staatsräson der Schuld befreien zu können, ohne die deutsche Geschichte zu verniedlichen oder zu vergessen. Dabei verfügen ältere Mitbürger über eine erstaunliche Reife, ein gutes Bildungsniveau und Urteilsvermögen, haben aber den Eindruck, lediglich in vorgegebenen Schablonen argumentieren zu dürfen. Werte werden durch das Tempo des digitalen Datenflusses obsolet. Stereotype, hektische Urteile ersetzen echte Deliberation. Dieses Buch Die Furcht vor der Wahrheit – warum Tugend nicht durch Verbote entsteht thematisiert das Phänomen der Political Correctness und will den Menschen den Mut zurück geben, ihre Meinungen klar zu äußern. 

 

Wochenendseminar in Haus Buchenried – Wirtschaft und Gesellschaft in der Vertrauenskrise – was tun?

22 Mai
Seit mehr als drei Jahren wird die Öffentlichkeit 
mit einer inflationären Verwendung des Begriffs Krise konfrontiert, 
ohne dass diese im Alltag der Menschen sichtbar
geworden wäre. Parallel dazu hat der Begriff 
des Vertrauens Hochkonjunktur, denn nur
über eine Wiederherstellung einer gesellschaftlichen 
Vertrauensbasis kann die mehrdimensionale Orientierungskrise 
überwunden werden. In diesem Seminar werden Wege
und Ressourcen aufgezeigt, die zu einer 
achhaltigen Reform unserer ökonomischen,
sozialen und kommunikativen Ordnung 
fruchtbar gemacht werden können.
TT0000 –  Haus Buchenried
Dr. Christoph Rohde • 19.10. bis 21.10.2012 • 
Beginn: fr 18:00 Uhr • Ende: so 14:00
Uhr • Einzelzimmer: € 125.– • Doppelzimmer (Bett/Schlafsessel): € 100.– •
Einschließlich Unterkunft und Verpflegung

Termine Herbst/Winter 2011/12 – Politisches Frühstück/Matinee

7 Sep

Thema am 20.06.12:
Eurokrise und kein Ende?
Mit den Wahlen in Frankreich und Griechenland ist das Merkelsche Sparkonzept für Europa wohl am Ende. Was ist aber die Alternative?
Soll Deutschland Dinge erzwingen oder zum artigen Dauerzahler werden?
Ist mehr Europa die Lösung für die gegenwärtigen Konflikte, oder soll Europa auf einen Staatenbund zurückgeführt werden, der jenseits der Friedensherstellung individuelle Wege ermöglicht?
Die Adresse der Veranstaltung

Politische Matinee
An diesem Morgen diskutieren die Teilnehmer aktuelle gesellschaftliche Themen – die im Internet angekündigt werden – bei Kaffee und Brezn. Dabei werden diese Themen in tiefere Zusammenhänge eingebettet und mit Fakten und Daten kombiniert. Das Ziel ist ein Diskurs, der zu einem reiferen Urteil verhelfen kann.
3x dienstags: 08.11., 13.12.2011 Im Internet finden Sie die Ankündigung hier
Datum Am 04. Oktober 2011 Kurs-Nr. C219-11/3
Uhrzeit Von 10:00 Uhr bis 12:00 Uhr Kursart: Kursreihe
Ort / Treffpunkt DGB-Haus, Raum T.0.04
Zusatz Info Achtung: 5 € pro Termin!
Referent Dr. Christoph Rohde

Thema 1: Der Euro-Rettungsschirm und mögliche soziale Folgen. Wir diskutieren die Ursachen der Währungskrise, alternative Lösungswege und Gefahren/Visionen zukünftiger europäischer Entwicklungen.

Morgenthaus Diplomatiebegriff: Macht als Empathie

13 Jul

Vortrag für die Dritte Offene Sektionstagung der DVPW-Sektion Internationale Politik, 6.-7. Oktober 2011, Ludwig-Maximilians-Universität München
Der Machtbegriff Morgenthaus wird aufgrund einer Bevorzugung der „sechs Punkte des Realismus“ aus Politics Among Nations meist auf eine positivistische Vorstellung von Macht reduziert, so dass Macht als Nullsummenspiel fungieren muss. Zwar ist diese krude Interpretation des „Machtapologeten“ Morgenthau durch jüngere Forschungen grundsätzlich überwunden worden (z. B. Williams 2005/Scheuerman 2009/Jütersonke 2010); dennoch würde es zu weit gehen, Morgenthau als rein auf deliberative Elemente vertrauenden Liberalen zu klassifizieren.
Während einige Morgenthau-Interpreten betonen, dass Morgenthau die Möglichkeit einer verrechtlichten internationalen Struktur in Form einer positiven Institutionalisierung der Weltpolitik vertreten habe, so wird in diesem Beitrag die konträre Auffassung vertreten, dass global betrachtet ein flexibler Staatszentrismus die Grundlage für Morgenthaus Realismus bleibt. Seine neun Punkte der Diplomatie aus Politics Among Nations erweisen Morgenthau als empathischen Denker. Morgenthaus Vorstellung einer intersubjektiv-empathischen Diplomatie weist einen Weg, die Weltpolitik auch in Zeiten transnationaler Bewegungen und Konflikte ordnungsfähig zu halten. Mit Hilfe der Philosophien George Herbert Meads und Thomas Nagels werden die psychologischen Grundlagen des Morgenthauschen Macht- und Kommunikationsbegriffs dargestellt.

Ottobrunn: Sommer-vhs: „Auf den Spuren des Kommissar Keller“ – 30. Juli 2011

7 Jun

Sommer-vhs: „Auf den Spuren des Kommissar Keller“
Dozent(en) Dr. Christoph Rohde
Info Spannung pur: Erkunden Sie mit Christoph Rohde, einem Kenner des Genre, die Drehorte der beliebten Fernsehkrimi-Serie „Der Kommissar“ per Fahrrad und bekommen Sie Einblicke in Hintergründe und Filmszenen. Wir beginnen mit einer kulturhistorischen Einführung und Filmbeispielen. Die Radtour ist ca. 30-40 km lang. Stationen sind unter anderem Oberbiberg und die Pupplinger Au. Mittags ist eine Einkehr im Kandlerwirt (Selbstzahler) geplant.
Veranstaltungsort Haus für Weiterbildung, Clubraum, OG CL
Zeitraum Sa. 30.07.2011 – Sa. 30.07.2011
Veranstaltungstage Samstag
Abweichende Kurstage
Dauer 1 Tag
Uhrzeit 10:00 – 15:00
Kosten 10,00 €

Seminare in der Erwachsenenbildung – Angebot

15 Apr

In der Erwachsenenbildung bin ich für zahlreiche Träger tätig. Mein interaktives Seminarkonzept soll nicht nur Wissen vermitteln, sondern auch Methoden. Dabei werden kritische Potenziale des Auditoriums zur lebendigen Gestaltung ebenso genutzt wie moderne Medien. Die Zuhörer profitieren von der Tatsache, dass ich über zahlreiche Themen auch publiziere und wissenschaftlich weiter tätig bin.
Meine ständig aktuell gehaltenen Themen:

Wirtschaft

  1. Internationale Politische Ökonomie:
    Das folgende Seminar gibt einen Überblick über die Funktionsweisen der globalen Ökonomie unter der Berücksichtigung nationaler Wirtschaftsinteressen. Neben einer Einführung in gängige Wirtschaftstheorien von Adam Smith, David Ricardo, John Maynard Keynes und Paul Krugman werden auch die Prinzipien der Sozialen Marktwirtschaft (Ludwig Erhard, Müller-Armack) diskutiert. Darauf basierend wird die Entstehung und Entwicklung zentraler globaler Wirtschaftsinstitutionen (Welthandelsorganisation, Internationaler Währungsfonds, Weltbank) besprochen sowie die Rolle wichtiger Notenbanken (FED, EZB) unter die Lupe genommen. Welche Rolle spielt Geld- und Währungspolitik? Unter welchen Bedingungen tritt eine Inflation oder Deflation auf?
    Abschließend wird der Strukturwandel der Weltwirtschaft unter Globalisierungsbedingungen diskutiert. Wie kann der Weg von der Industrie- in die Wissensgesellschaft wohlfahrtssteigernd gestaltet werden? Und welche gesellschaftlichen Folgen sind zu erwarten?

    Literatur:
    • Roubini, Nouriel; Mihm, Stephen: Das Ende der Weltwirtschaft und ihre Zukunft,
    Campus Verlag, Frankfurt/Main 2010
    • Eichhorn, Wolfgang/Solte, Dirk: Das Kartenhaus Weltfinanzsystem – Rückblick – Analyse – Ausblick. S. Fischer Verlag , Frankfurt am Main, 2009
    • Hans-Werner Sinn: Kasino-Kapitalismus – Wie es zur Finanzkrise kam und was jetzt zu tun ist. Econ Verlag, Berlin 2009.
    • Paul Krugman: Die neue Weltwirtschaftskrise. Campus Verlag.
    • Altmiks, Peter (Hg.): “Im Schatten der Krise” Olzog Verlag, München, 2010
    • Michael von Prollius: Die Pervertierung der Marktwirtschaft: Der Weg in die Staatswirtschaft und zurück zur Sozialen Marktwirtschaft. Olzog Verlag München 2009
    • Kai A. Konrad: Schulden ohne Sühne: Warum der Absturz der Staatsfinanzen uns alle trifft. Beck Verlag 2010.

  2. Der Euro, seine Chancen und Gefahren. Eine Analyse von Geldpolitik, Staatsverschuldung und staatlichen Eingriffsmöglichkeiten in wirtschaftliche Zusammenhänge.

Politik

  1. Die Renaissance der Religion in der Weltpolitik
    Nach dem Ende des Kalten Krieges gingen manche vom friedlichen „Ende der Geschichte“ aus, Samuel Huntington hingegen prognostizierte einen „Kampf der Kulturen“. Und in der Tat: Die Religion spielt weltweit in der Globalisierung wieder eine größere Rolle. Was sind die Ursachen für diese religiöse Renaissance? Ist sie authentisch oder wird Religion nur politisch missbraucht? An Hand der Konfliktlinien Christentum – Islam, Hinduismus-Islam sowie der Phänomene Terrorismus und Fundamentalismus werden Entwicklungen analysiert und Lösungsansätze angedacht. Dabei spielt das Verhältnis des säkularen Staates zu religiösen Gemeinschaften eine federführende Rolle.

    Literatur:
    • Mark Juergensmeyer. Globale Rebellion. Frankfurt/M. 2009.
    • Samuel Huntington: Kampf der Kulturen. Die Neugestaltung der Weltpolitik im 21. Jahrhundert. Goldmann, München 1998
    • Gazi Çağlar: Der Mythos vom Krieg der Zivilisationen. Der Westen gegen den Rest der Welt; eine Replik auf Samuel P. Huntingtons „Kampf der Kulturen“. Unrast, Münster 2002
    • Martin Riesebrodt: Rückkehr der Religionen? Zwischen Fundamentalismus und „Kampf der Kulturen“. Beck, München 2000.

  2. Gefahren der Weltpolitik
    Die USA sind nicht mehr die unangefochtene Weltmacht. Andere Staaten wie China und Russland sowie die Europäische Union als Akteur fordern einen Großmachtstatus ein. Kommt es dadurch zu einer neuen Ära von zwischenstaatlichen Kriegen? Oder erleben wir das Zeitalter einer Kollektivherrschaft großer Mächte im Kampf gegen globale Unordnung, die sich in der Bankenkrise, ökologischen Problemlagen, sozialer Ungerechtigkeit sowie terroristischen Bedrohungen äußert? Dieser Frage wird im Rahmen dieses Kurses mit Hilfe von Text- und Bildmaterial nachgegangen.
    Literatur:
    Werner Link: Die Neuordnung der Weltpolitik. Köln 2003. Mir A. Ferdowsi. Weltpolitik im 21. Jahrhundert. München 2009.
  3. Medien und Manipulation
    Medien bestimmen, worüber wir reden, nicht aber, wie wir über Dinge denken. Dies ist die Aussage der berühmten Agenda-Setting-Theorie der Kommunikationswissenschaft. Wie aber ist es wirklich? Bei der zunehmenden Informationsflut im Internet, im TV und Radio sind wir scheinbar schutzlos den Interpretationen der Medien ausgesetzt. Oder doch nicht? Das Seminar beleuchtet Gefahren, aber auch Chancen der Neuen Medien und der Kommunikationsrevolution unter Berücksichtigung von Beispielen wie der „Affäre Sarazzin“ und weiteren Kommunikationsphänomenen.

Philosophie

  1. Globalisierung und Gerechtigkeit
    Was sind Wege zur Sicherung einer halbwegs gerechten Gesellschaft in den Zeiten der Globalisierung? Es sind die Pfeiler Demokratisierung der innerstaatlichen wie internationalen Gesellschaft, Sicherung des öffentlichen Raumes, Berücksichtigung der individuellen Würde im Falle unterschiedlicher Lebensumstände, erweiterte Bereitstellung öffentlicher Güter sowie der Aufwertung zivilbürgerlichen Engagements bei gleichzeitiger Relativierung des Lebenserfolgs exklusiv durch ein „erfolgreiches“ Erwerbsleben. Da eine materielle Gleichverteilung nicht realistisch und – wie wir sehen werden – auch gar nicht wünschbar ist, ist eine „Entmaterialisierung“ der Gesellschaft bei gleichzeitiger Sicherung von materiellen Mindestanforderungen. Was können wir vor Ort dazu beitragen, dass diese Dinge in der Praxis verwirklicht werden können?
  2. Die Gesellschaft und der Tod
    Die zunehmende Alterung der Gesellschaft lässt uns den Tod wieder als Teil des Lebens wahrnehmen. Die Reform von Pflegeversicherung und das Thema Patientenverfügung tun ihr Übriges, dass das Thema Sterben vom lange vorhandenen gesellschaftlichen Tabu befreit wird. Wie haben andere Gesellschaften das Thema Sterben betrachtet? Wie können wir uns mit dem Sterben von Angehörigen und dem künftigen eigenen Schicksal arrangieren? Fragen von Glauben, Philosophie und eigener Biographie in ihrer gegenseitigen Bedingtheit werden durchexerziert.

Geschichte

  1. Die Geschichte Italiens im 19. und 20. Jahrhundert
    Italien gilt wie Deutschland als „verspätete Nation“, weil die Nation erst Mitte des 19. Jahrhunderts entstanden ist. Beide Staaten gerieten in die Hand von Faschisten und etablierten sich erst nach Irrwegen als reife Demokratien. Was sind die Gründe für diese dramatischen Geschichtsanalogien?
    Woller, Hans: Geschichte Italiens im 20. Jahrhundert. C.H.Beck, München, 2010, 480 Seiten
  2. Die europäische Machtpolitik im 19. und 20. Jahrhundert
    Bevor Europa den Versuch einer großen Integration machte, machte der Kontinent kostspielige Erfahrungen mit Mächtegleichgewichtskalkulationen und Rüstungswettläufen. In diesem Seminare werden von den Napoleonischen Kriegen an Schritte und Rückschritte auf dem Wege zu einem einigen Europa dargestellt – vom Wiener Kongress über den Völkerbund hin zur Montanunion und der Europäischen Wirtschaftsgemeinschaft.
  3. Die Geschichte der USA im 19. und 20. Jahrhundert
    Amerika erscheint auch noch 150 Jahre nach dem Civil War als gespaltene Nation. Obama gegen die Tea Party – das Staatsverständnis von Sozialdemokratismus versus Staatsfreiheit hat seine tiefen Wurzeln in der Geschichte der Nation, die so richtig mit dem Bürgerkrieg von 1861 beginnt. An Hand verschiedener Präsidentschaften werden wir den Grundkonflikt der Vereinigten Staaten nachvollziehen.